ZWISCHEN DEN WELTEN

Künstlerinnen und Künstler aus Papua-Neuguinea

Gesichtsbemalung und Körperdekoration ist eine der ursprünglichen Kunstformen Papua-Neuguineas. Muster und Farben gehören zu bestimmten Gruppen. Jane Wena hält in ihren Pastellzeichnungen ausdrucksstarke und farbenprächtige Gesichter fest.

Gigs Wena kommt, wie seine Schwester Jane, aus dem Simbu, einer kleinen Hochland-Provinz, die viele Künstler hervorgebracht hat. Gigs Wena malt gerne die Geckos, Schlangen und bunten Vögel seiner Heimat.

Winnie WeoaIhre Liebe zur Natur kommt auch in den Bildern von Winnie Weoa zum Ausdruck. Die gehörlose Künstlerin hat für sich das "Dot Painting" entdeckt, eine Technik, die vor allem von den Aboriginies Australiens verwendet wird.

Auch in Julie Motas Aquarelle fließen traditionelle Elemente ein, darüber hinaus setzt sie sich jedoch mit der Rolle der Frauen in ihrem Land auseinander.

Gazellah Bruder kommt mit ihrem Kunststil der europäischen Malerei am nächsten. Ihre sehr persönlichen Stimmungsbilder beschäftigen sich ebenfalls mit der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter.

Der bekannteste Künstler aus Papua-Neuguinea dürfte Mathias Kauage, ebenfalls aus dem Simbu, sein. Er wurde im letzten Jahr von der englischen Königin zum Ritter geschlagen. In seinen Bildern prallen zwei Welten aufeinander.

Alexander Mebri wurde 1960 in Jayapura geboren, der Hauptstadt des heutigen "Irian Jaya". 1984 mußte Alexander Mebri nach Papua-Neuguinea flüchten, weil er sich für den Erhalt seiner melanesischen Traditionen eingesetzt hatte, die die indonesische Regierung auszurotten versucht. Mit seinen Bildern versucht er - fern seiner Heimat - die traditionellen Rituale und künstlerischen Ausdrucksformen seiner eigenen Kultur fortzuführen.

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